Weltgedenktag des verstorbenen

 

Kindes

 

Gedenkfeier

 

Ambulantes Kinderhospiz Köln

 

Köln – Nippes, Merheimer Str. 312

 

Sonntag, 11.12.2011 um 15 Uhr

 

Leitgedanke:

 

Regenbogen

 

Die Geschichte vom Regenbogen

Es war einmal, da fingen alle Farben auf der Welt einen Streit an. Jede behauptete, die beste, die

wichtigste, die nützlichste, die bevorzugte Farbe zu sein:

grün sagte: „Ganz Klar, dass ich die wichtigste Farbe bin. Ich bin das Symbol

des Lebens und der Hoffnung. Ich wurde für das Gras, die Bäume, die Blätter

ausgewählt - ohne mich würden alle Tiere sterben. Schaut euch die Landschaft an

und ihr werdet sehen, dass ich am häufigsten vorkomme.”

B

lau unterbrach: „Du denkst nur an die Erde, aber sieh einmal den Himmel und

das Meer an. Das Wasser ist die Grundlage des Lebens und es wird von den

Wolken aus dem blauen Meer aufgesogen. Der Himmel gibt Raum und Frieden und

Heiterkeit. Ohne meinen Frieden wärt ihr alle nur Wichtigtuer.”

G

elb kicherte: „Ihr seid alle so furchtbar ernst. Ich bringe Lachen, Fröhlichkeit

und Wärme in die Welt. Die Sonne ist gelb, der Mond ist gelb, die Sterne sind

gelb. Jedes mal, wenn man eine Sonnenblume betrachtet, beginnt die Welt zu

lächeln. Ohne mich gäbe es keinen Spaß.”

O

range begann als nächste ihr Eigenlob zu singen: „Ich bin die Farbe der

Gesundheit und Kraft. Ich mag wohl selten vorkommen, doch bin ich wertvoll,

denn ich diene den inneren Bedürfnissen des Menschenlebens. Ich bin Träger der

meisten Vitamine. Denkt an Karotten und Kürbisse, Orangen und Mangos. Ich hänge

nicht die ganze Zeit herum, aber wenn ich bei Sonnenaufgang und

Sonnenuntergang den Himmel erfülle, dann ist meine Schönheit so auffällig, dass

niemand einen weiteren Gedanken an eine von euch verschwendet.”

R

ot konnte es nicht länger aushalten. Er schrie heraus: „Ich bin der Herrscher

über euch alle, Blut, Lebensblut. Ich bin die Farbe der Gefahr und Tapferkeit.

Ich bin bereit, für eine Sache zu kämpfen. Ich bringe Feuer ins Blut. Ohne mich

wäre die Erde leer wie der Mond. Ich bin die Farbe der Leidenschaft und der Liebe;

die rote Rose, der rote Mohn.”

V

iolett sprach viel ruhiger als alle anderen, jedoch nicht weniger entschlossen:

”Denkt an mich. Ich bin die Farbe des Mystischen. Ihr bemerkt mich kaum,

aber ohne mich werdet ihr alle belanglos. Ich stehe für Denken und Überlegen,

Zwielicht und tiefes Wasser. Ihr braucht mich als Gleichgewicht und Gegensatz, für

das Gebet und den inneren Frieden.”

 

Und so fuhren die Farben fort, sich zu rühmen, jede davon überzeugt, die beste zu sein. Ihr Streit

wurde immer lauter. Plötzlich zuckte ein strahlend weißer Blitz auf; ein Donner rollte und dröhnte.

Es begann unbarmherzig zu regnen. Die Farben kauerten ängstlich aneinander.

Da sprach der Regen: „Ihr närrischen Farben streitet untereinander, jede

versucht, die anderen zu dominieren. Wisst ihr denn nicht, dass Gott euch alle

für einen bestimmten Zweck gemacht hat, einzigartig und verschieden? Er

liebt euch alle, er will euch alle. Reicht euch die Hände und kommt mit mir. Wir

werden euch in einem großen, farbigen Bogen über den Himmel spannen, zur Erinnerung

daran, dass er euch alle liebt, dass ihr in Frieden zusammenleben könnt; ein Versprechen,

dass er bei euch ist - ein Zeichen der Hoffnung auf ein Morgen.”

Und wann immer Gott die Welt mit einem ausgiebigen Regen gewaschen hat, setzt er den

Regenbogen an den Himmel, und wenn wir ihn sehen, sollten wir daran denken:

Er will, dass wir alle einander schätzen.

 

 

 

Geh´mit mir durch den Regenbogen

 

Version: Die jungen Tenöre

 

 

Du bist müde und allein

es ging der Tag dahin

und nichts geschah

ich komm zu dir

wenn sich das Abendlich

in deinen Tränen bricht

geh´ mit mir durch den Regenbogen du bist nicht allein

geh´ mit mir durch den Regenbogen du bist nicht allein

 

Die Straßen so

kalt und leer

in deinen Augen brennt

der Abendwind

ich bin bei dir

wenn sich das Licht

in deinen Tränen bricht

geh´ mit mir durch den Regenbogen du bist nicht allein

geh´ mit mir durch den Regenbogen du bist nicht allein

du bist nicht allein

 

In den neuen Tag

geh mit mir

die Wolken ziehen vorbei

Träume werden wahr

ich bleib bei dir

bei Dir im Morgenlicht

das durch den Nebel bricht

geh´ mit mir durch den Regenbogen du bist nicht allein

geh´ mit mir durch den Regenbogen du bist nicht allein

du bist nicht allein

Musik & Text Paul Simon / Dt. Text: Carl J.Schäuble